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Passing amtlich…

Von Passing spricht man, wenn es gelingt in der gelebten Geschlechterrolle zu überzeugen, wenn also Menschen denen man begegnet einen als die Person wahrnehmen die man ist.😉 

Das mir das recht gut gelingt hat man mir hier und da schon bestätigt. Aber jetzt habe ich das amtlich. 😊

Blöd ist dabei,  dass mich diese „Bestätigung“ Geld kostet – es geht nämlich um eine Knolle wegen zu schnellem fahren. Nun wird sich die Eine oder der Andere fragen was das mit Passing zu tun haben mag. Die Knolle ist anderswo auf der Autobahn entstanden. Die, ich nenn sie mal Bremsprovozierer, machen dabei ein Foto vom Fahrzeug und der Person hinter dem Steuer. Das habe ich per Post bekommen an meinen „amtlichen“ Namen,  verbunden mit der Aufforderung zu benennen wer das Fahrzeug zu dem Zeitpunkt geführt habe. Hab ich gemacht – war ich.

Nun hatte meine Liebste am Sonntag Besuch vom örtlichen Ordnungsamt. Die Herrschaften hatten eine Ausgabe des Fotos mit und meinten, dass der Halter  (männlicher Name) bestätigt habe selbst gefahren zu sein. Meine Holde solle doch aber mal das Foto ansehen. Das wäre doch nicht der Halter da säße doch eine Frau hinter dem Steuer.😂

Also Passing amtlich bestätigt. 😉

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Nun ist es doch passiert…

Was hatte ich für grandiose Strategien überlegt. Von durchschlafen bis hin zu einer Reise über die Datumsgrenze im richtigen Moment. Für das Erste war ich nicht müde genug und ein Reiseveranstalter der das perfekte Timing garantiert war nicht zu finden. 

So ist er dann doch passiert – mein 50. Geburtstag. 

Ich nehme meine Geburtstage nicht so wichtig und feiere eigentlich nie groß. So auch diesmal. Einfach zum Lieblingsitaliener mit der Liebsten und den beiden Jüngsten sonst nix.

Am Samstag hatte Sohnemann ein Handballspiel, ich bin mitgefahren, klar. Nach dem Spiel sollte dann Kaffee mit meinen Eltern und unserem Großen stattfinden. Meine Liebste hatte aber anderes im Sinn und hat meinen ältesten Freund aus Kindergartenzeiten und weitere meiner Freunde eingeladen die wir viel zu selten sehen. All diese Menschen waren zum „Kaffee“ da. Ich war platt. Und es war schön. 

Danke.💚 das ihr da wart. Danke mein Schatz für einen tollen Abend.

Herausforderung…

Als ausgebildete Mediatorin biete ich Menschen zwischen denen aus irgendwelchen Gründen Sprachlosigkeit herrscht oder jedes Gespräch in Streit und Geschrei endet an mit meiner Unterstützung einen Weg zu wertschätzendem Umgang zu finden.

Vor einigen Tagen hatte ich eine Mediation mit Menschen, deren Situation meiner Lebenssituation ähnlich ist, die aber ganz anders mit dieser Situation und so auch miteinander umgehen als meine Familie. Ich habe ganz bewusst diese Mediation angenommen, wissend, dass ich auf eine harte Probe gestellt werden würde nicht in eine Beraterrolle zu geraten und die emotionale Distanz zu wahren. Deshalb habe ich eine Kollegin gebeten mit mir gemeinsam zu arbeiten. Vorweg – ohne meine Kollegin wäre die Mediation erheblich schwieriger für mich gewesen, So hatte ich die Möglichkeit in mancher Situation  passiv zu bleiben.

Eine der Parteien berichtete über ihren Weg und ihre Empfindungen – es war für mich wie ein Blick in mein Tagebuch – vieles erkannte ich wieder. Meine Strategien im Umgang mit meiner Familie waren jedoch anders, auch meine Familienaufstellung ist anders. Dennoch die emotionale Achterbahn hatte mindestens so viele Loopings und steile Abfahrten wie die des Medianten und in Ansätzen holte mich das in der Mediation ein.

Die erste Herausforderung war diese Emotionen zuzulassen und sich bewusst zu machen, dann meine Haltung zu überprüfen und meinen Standort als Mediatorin mit mir selbst zu klären. Eine weitere Herausforderung war nicht zum „Erklärbär“ zu werden wenn das Thema „Trans“ in seiner Komplexität scheinbar nicht von der anderen Partei erfasst wurde. Das war bisweilen in den 2 Stunden anstrengend ist aber gelungen. Eine gute und lehrreiche Erfahrung an der ich ein kleines bisschen gewachsen bin und für die ich „Danke“ an alle Beteiligten sage.

Land in Sicht…

Wenn Frau sich outet kann es passieren, dass Sie danach feststellt wie eben nicht alles gleich besser wird. Im Gegenteil, man begibt sich in ein wackeliges, kleines Boot, mitten auf einem aufgewühlten Meer. Wenn man ein bisschen Glück hat findet man ein Paddel, mit etwas mehr Glück ein Steuerrad und mit viel Glück eine Gefährt_in mit genug Kraft an Bord zu bleiben und hier und da mit anzupacken. Das Glück habe ich und dazu noch eine kleine Mannschaft, stark genug um das Boot im Sturm einigermaßen auf Kurs zu halten. 

So treiben wir dahin. Der Blick über die Bordkante ist trübe. Ist doch die Insel, die wir erreichen wollen noch in weiter Ferne. Alle haben wir ihr Bild vor Augen, wissen aber auch wie viele Klippen zu umfahren sind. Herausforderungen, manchmal scheinbar unbezwingbar. 

Die Mannschaft wird müde und Frau merkt deutlich wie alle Anstrengung nur wenig Weiterkommen bewirkt. Und dann, ein Lichtschein, ein anderes Boot, ein Lotse. Aus dieser Richtung haben wir ihn nicht erwartet. Er leitet unser kleines Boot um ein großes Riff. Und dann… Land in Sicht. Noch in der Ferne aber mit klaren Umrissen. Der Lotse dreht ab. Wir greifen beherzt in die Riemen. Den Rest des Weges schaffen wir jetzt auch noch. 

… ich brauche noch 2ha Land für unseren Ziegenhof. Fast aussichtslos heutzutage. Ein netter Mensch hat mir Kontakte vermittelt. Jetzt habe ich Land in Sicht und die Chance, dass ich mein Vorhaben umsetzen kann ist deutlich gestiegen. Ein wichtiger Schritt für meine persönliche Stabilität. 

Mein Gott sehe ich so alt aus…

Es gibt so Tage, das Haar ist strubbelig, der Bartschatten nervt oder man sieht aus als habe man sich im Dunkeln angezogen und das Haus, ohne Licht einzuschalten und einen Blick in den Spiegel verlassen. 

Wenn ich einen solchen Tag erwische und mich jemand dabei erwischt einen solchen Tag zu haben kann ich inzwischen gut damit umgehen. 

Kürzlich gab es einen Tag. Ich hatte nach der Arbeit bei den Nette Zicken geduscht, frisch die elendigen Stoppeln an Kinn und Hals über die Klinge springen lassen und sorgfältig meine Jeans T-Shirt und die Strickjacke mit Fransen ausgewählt. Die finde ich so klasse, weil sie asymmetrisch ist und ich immer wieder nicht weiss wo das Knopfloch wieder hin ist.😉

Überzeugt einen überzeugenden Auftritt hinlegen zu können, bin ich gewohnt selbstverständlich mit meiner Liebsten in einen Laden gefahren dessen Inhaberin mich zuletzt vor…scheinbar  ziemlich langer Zeit zuletzt gesehen hat. 

Wir also rein und in den Smalltalk Modus mit der Geschäftsfrau. Ich weniger meine Liebste mehr. 😁 Die Dame schaute immer wieder zu mir hin und es arbeitete in ihr. Klar dachte ich,  doch die Haare zu platt oder vielleicht haben ein paar Stoppeln zu viel das Rasierschaummassaker überstanden. Mitten in meine Überlegungen woran mein Passing gerade scheitert höre ich auf einmal eine Frage an meine Liebste. Diese Frage hat Potenzial zum Klopper des Jahres 2017. Sie lautete, verbunden mit einer leichten Bewegung der Augen in meine Richtung :“Ihre Mutter?“😨😨😨😂😂😂

Sofort habe ich alle Termine der nächsten Wochen abgesagt, als erste Maßnahme ein Botox Abo gebucht und einen Termin zum Gesichtslifting  (…eigentlich könnte ich ja auch mal… so rundum…) bei einem Promichirurgen gemacht. 😉

Mann, so alt sieht die Frau der ich im Spiegel begegne und mit der ich meinen Lippenstift teile doch gar nicht aus. 

Aber was soll’s, lieber ’ne alte Frau als keine.😁 

Wahltag…

Staunend sitze ich nun hier.  Fast Mitternacht. Seit 18:00 Uhr zappe ich durch die Berichte und Interviews. 13% der Wähler haben ihre Stimme der AfD gegeben. In NRW lag die Zahl bei rund 10%. Ich hatte gehofft, dass diese Partei unter 10 % bleibt, jedoch wenn ich ehrlich sein soll überrascht bin ich nun doch nicht.

Hätten mehr Menschen Ihren Verstand eingesetzt als aus Frust oder Protest diese Partei zu wählen, dann wäre sie knapp um die 5% gelandet, denn 60% der AfD Wähler haben so gehandelt.

Das Umfeld der AfD ist nicht nur nationalistisch. Was mich persönlich besonders betrifft ist die Haltung die latente Homophobie und Transphobie, wie sie sich immer wieder auch gegen Menschen die ich persönlich kenne und schätze manifestiert, politisch legitimiert. Wenn entsprechende Äußerungen nun auch noch den Weg in den Bundestag finden… was passiert? Werden auch die alltäglichen Pöbeleien aggressiver? Werden sich Angriffe gegen Transpersonen verschärfen und häufiger?

Auch auf die Gefahr hin, dass, man mir vorwirft 6 Millionen AfD Wähler zu beleidigen: Ich halte diesen Verein für eine Gefahr und eine rechtsnationale Hetzerbande. Wer so etwas unterstützt handelt menschenverachtend und ist irgendwie aus der Zeit gefallen.

Wer sich sozial abgehängt sieht, Ungerechtigkeit abbauen und Altersarmut stoppen will, der hätte nicht AfD wählen dürfen. Diese Partei hetzt Schwache gegen Schwächere auf und schaut nicht nach den wirklichen Wurzeln des Übels.

Da sitze ich und staune über 13% der Wähler und über Politiker die noch immer nichts begriffen haben.

Warum so spät…

Eigentlich erstaunlich, dass es so lange gedauert hat bis mir jemand diese Frage gestellt hat.  Ich hätte fast die Frage zurückgeben können. Sie bezog sich auf mein Coming Out und lautete: „Warum so spät?“

Die Fragestellerin hatte gerade erst vor kurzem eine ehemalige Schülerin getroffen, die sie als Jungen unterrichtet hatte. Sie  ist 20 Jahre alt.

Nun ich bin tatsächlich fast 50 und daher ist die Frage nicht ganz abwegig, warum so spät… Ganz lapidar könnte die Antwort lauten besser spät als nie, doch würde das nicht der Situation gerecht. Die Antwort ist Komplex. Ich versuch es mal aufzudröseln.

Die Zeit

Als ich 20 wurde, 1987, war das Thema Transsexualität  ganz klar in der Schmuddelecke verortet. Seriöse Berichte waren noch selten und die Chance sich zu informieren war gering bis gegen 0.

Rollenerwartung

Ich wurde als Junge erzogen. Klar nach den äußeren Geschlechtsmerkmalen zugewiesen. Das ist rückblickend niemandem vorzuwerfen. Denn siehe oben. Alle um mich herum haben eine bestimmte Erwartung an mich gestellt wie ich zu sein habe. Diese Erwartungen orientierten sich an dem klassischen Rollenbild eines jungen Mannes in den 70er und 80er Jahren. Selbst wenn man merkte das etwas anders sein sollte, man verstand es nicht. Mir ging es zumindest so. Ich fand Frauen attraktiv – Erwartung erfüllt Der Haken dabei war, dass ich manche Frauen als Vorbild attraktiv fand – Autsch. Das ging nicht, das durfte nicht. Also weiter den Kerl geben. Handball mit viel Körpereinsatz, Motorrad, Bundeswehr als Kampfsau im SAT – Security Alert Team zusammen mit der US-Army, immer stark souverän und ein bisschen cool sein… So vergeht die Zeit. Da ich Frauen liebe finde ich meine Beziehungen nicht störend. Ich heirate und habe eine (großartige !!!) Familie und eine starke Frau an meiner Seite. Rollenerwartung erfüllt.

Existenzangst

Leider ist es auch heute noch schwierig seinen beruflichen Status über das Trans*Comingout zu retten. Insbesondere in Berufen, die mit Verkaufen und Kundenkontakt zu tun haben. Also kämpft man lange mit der Angst um seinen sozialen Status, insbesondere, wenn eine große Familie daran hängt. Leider trägt diese Angst zu einer Stressbelastung bei, die bis zu körperlichen Symptomen führt die wiederum den Job erschweren und zu Ausfällen führt.

Verlustängste

Den sozialen Status habe ich schon erwähnt. Doch schwerer wiegt die Angst darüber hinaus Menschen zu verlieren an denen das Herz hängt. Die Liebste, die Kinder, die Eltern… . Ertragen sie meine Veränderungen? Können sie mit den Blicken, Bemerkungen und Angriffen umgehen mit denen sie vielleicht wegen mir konfrontiert werden? Wie reagieren sie auf mein Comingout? Gedanken, die zusätzlich belasten. Die körperliche Schmerzen verursachen können. Die zweifeln und zögern lassen.

The point of no return

Die Informationen sind vielfältiger geworden, ich habe viel, sehr viel gelesen und bin in Selbsthilfegruppen gegangen um zu verstehen. Dann die Erkenntnis und trotzdem geht der Kampf weiter, die Ängste erdrücken einen und ein Abgrund tut sich auf. Man steht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Kippe und droht abzustürzen. An dem Punkt hänge ich an meinem Leben und gebe nach. Es hat 49 Jahre gedauert.

Warum so spät?

Weil mein Leben nun mal so gelaufen ist und nicht alles was von außen betrachtet wie eine Entscheidung aussieht tatsächlich eine Entscheidung ist.

Risiken und Nebenwirkungen…

Im Moment hat sie mich wieder eingeholt, die allerliebste Nebenwirkung meiner Hormonersatztherapie. Das Risiko, das viele Menschen, die einen ähnlichen Weg gehen müssen wie ich mit sich tragen (aber auch viele Andere) – die Depression.

Sie kommt ohne Vorwarnung, ich würde nicht mal sagen mit einem Schlag. Bei mir kommt Sie eher mit einem Strohhalm und saugt mit einer unglaublichen Macht meine Motivation. Es tauchen Sinnfragen auf, die jeder Grundlage entbehren. Nach dem Sinn meiner Arbeit am Ziegenhof, danach wofür wir das geschafft haben was vor meinem Coming out lag. Die Frage nach dem Sinn des Daseins, meines Dasens, nach der Zukunft. Fragen, die mir in der Nacht den Schlaf rauben und tagsüber die Kraft.

Solche Phasen sind anstrengend, nicht nur für mich auch für meine Lieben, besonders für meine Liebste, die bekommt am meisten ab. Meine Wut über die eigene Antriebslosigkeit die ich nur mit großer Mühe überwinde, meine tiefe Traurigkeit über die schönen Seiten unseres alten Lebens die wir verloren haben, meine Dünnhäutigkeit, die mich bei jeder Kleinigkeit ungerecht sein lässt.

Es ist nicht leicht sich gegen die Depression zu stemmen. Die Angst in ihr verloren zu gehen ist da. Die Angst, dass man den Rand des Loches in dem man sitzt nicht mehr erreichen kann um sich heraus zu ziehen. Das ist das schlimmste für mich, eine Art Hilflosigkeit.

Doch irgendwie gelingt es bisher immer wieder diese Phasen hinter mich zu bringen. Denn meine Lieben geben mir Kraft. Ich treibe mich selbst an weiter zu arbeiten, immer unser Ziel vor Augen, immer das Ziel für unsere Tiere einen schönen Stall zu schaffen in dem Sie es gut haben. Fortschritte zu sehen macht Mut. Es ist schön in den Stall zu kommen und zu spüren, dass die Zicken sich freuen. Selbst wenn es nur deswegen sein sollte weil Sie wissen, dass ich den Sack mit dem Gerstenmehl gleich aufmache ;-). Die schönen Seiten unseres neuen Lebens,

Und dann sehe ich den Sinn in Allem und die Fragen rücken wieder in den Hintergrund nur die Schlaflosigkeit ist etwas anhänglicher und bleibt.

 

Das Transsexuellengesetz…

Es stammt aus den frühen 80ern. Damals verlangte der Gesetzgeber Unsägliches von den Betroffenen. Nur um einen dem gelebten Geschlecht entsprechenden Namen, Geschlechtseintrag und die entsprechenden Ausweispapiere zu bekommen wurden zum Beispiel :

  • Familien auseinandergebracht, denn Scheidung einer bestehenden Ehe war Pflicht.
  • die körperliche Unversehrtheit verletzt, denn Unfruchtbarkeit war Pflicht. (Zwangskastration)
  • 2 Gutachter beauftragt zu beurteilen ob die Person tatsächlich nicht im zugewiesenen Geschlecht leben kann. Die Kosten eine Menge Geld.

    Die ersten beiden Punkte hat das Bundesverfassungsgericht schon vor einiger Zeit kassiert. 
    Was noch nicht kassiert ist : Die Begutachtungspflicht. Das heißt in der Praxis, dass ich, um einen Personalausweis auf meinen Namen Deana Christine zu erhalten, einen Antrag auf Vornamensänderung beim Amtsgericht Düsseldorf stellen muss. Das Amtsgericht ordnet an, dass 2 Gutachter bestätigen sollen, dass ich tatsächlichals Frau leben will und sich das auch nicht mehr ändert. 

    Die Gutachter kosten jeweils gut 4-stellig. Dabei gibt es Gutachter die sagen im Grund sei hier nichts zu begutachten. Die Variationen von Transgeschlechtlichkeit sind einfach nicht zu fassen. Nur der die Betroffene selbst kann seine Identität definieren. 

    Ich persönlich will mich dieser Begutachtung nicht stellen. ich finde es entwürdigend rechtfertigen zu müssen wer ich bin und intime Fragen eines Fremden per Anordnung zu beantworten.  Und zu allem Überfluss soll ich dafür auch noch mehrere tausend Euro hinlegen. NEIN. 

    Allerdings ist die Konsequenz, dass ich von Behörden teilweise konsequent als Herr Evers angesprochen werde, selbst wenn es sich nicht um Standardbriefe handelt. Ich komme immer wieder in Situationen mich erklären zu müssen wegen des unpassenden Namens in meinen Papieren. Demnächst sicher wieder im Wahllokal. 

    Es liegt ein Gesetzesentwurf für ein Selbstbestimmungsgesetz dem Bundestag vor, schon seit einiger Zeit. Dieses Gesetz sieht eine wesentliche Vereinfachung bei der Vornamen und Personenstandsänderung aber auch darüber hinaus vor. Leider ist Öffentlichkeitswirkung in diesem Fall nicht so groß wie bei der „Ehe für Alle“. Es ist auch deutlich komplexer.  Deshalb befasst man sich nicht zügig mit dem Thema. 

    Es gibt eine Petition, die einen sofortigen Beschluss des Gesetzes fordert. Sie braucht dringend Unterstützer. 

    https://www.openpetition.de/petition/online/selbstbestimmungsgesetz-selbstbestg-jetzt-beschliessen

      Zickentransportschein…

      Eine kleine Geschichte. So uninteressant. Ideal um zu zeigen wie alltäglich ein Leben sein kann, auch wenn man ein bisschen ungewöhnlich ist.😉 

      Morgens, halb zehn in Riswick, Ausbildungsstätte der Landwirtschaftskammer. Auf dem Weg zur Anmeldung hält mir ein freundlicher Mann galant die Tür auf. Bei der Anmeldung selbst läuft alles routiniert und nett. Alles so wie es sein soll. 

      Ich bin gespannt auf die 20 Mitstreiter im Lehrgang. Einmal quer über das Gelände. Viele Menschen in grünen Latzhosen begegnen mir. Die Meisten grüßen „Morjn“ Gruß zurück und gut. Das gleiche, nur ohne grüne Latzhosen, als ich den Seminarraum betrete. Alles ganz alltäglich. Freundliche Gesichter, nette Gespräche mit anderen Zickenhaltern über Stallbau, Vorschriften und Veterinäramt. 

      Am Ende des Tages erhält Frau Evers ihren Ausbildungsnachweis. 

      Wie gesagt total langweilig. Wie schön der Alltag doch sein kann.